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Turnverein Utzenstorf

Skiweekend 2026

Wenn in Utzenstorf bereits die Schneeglöckchen aus dem Boden spriessen und die Pollen durch die Luft fliegen, denken nicht mehr viele an den Wintersport. Für viele im Turnverein wartet aber genau in dieser Zeit eines der Highlights der Saison: Das Skiweekend.

Bereits am Freitag starteten die Fahrtgemeinschaften in Richtung Unterwallis. Die Hinfahrt wurde durch das Warten am Autoverlad, stehen im Stau oder reichhaltiges Abendessen im Gasthof verlängert. Irgendwann hatten es aber alle in die Jugendherberge von Crans-Montana geschafft. Schnell wurden die Betten bezogen, das erledigt sich erfahrungsgemäss einfacher vor dem ersten Barbesuch. Anschliessend machten sich 16 durstige Turnerinnen und Turner auf eine Ortserkundung. Schnell wurde eine erste Bar gefunden. Beim Betreten kam aber die grosse Ernüchterung: Wir schienen die einzigen Gäste zu sein. Umso besser, so wurden wir schneller mit Getränken bedient. Und wie sich herausstellte, sind die Crans-Montaner (oder Cransianer oder doch einfach Amerikaner) späte Partygänger. Ab Mitternacht war die Bar voll!

Am nächsten Morgen standen alle in Vollmontur bereit für den Marsch zur Talstation. Das trotz der Tatsache, dass die ganz Durstigen unter uns zu später Stunde vom 24/7 betriebenen Zapfhahn der Unterkunft Gebrauch gemacht haben. Mit der Seilbahn ging es hinauf in die Bergwelt. Schnee war nicht im Überfluss da, aber für gute Pisten hat es gereicht. So wurden am Morgen unter anderem die Weltcup- und zukünftige Weltmeisterschaftspiste befahren. Manch einer hätte das Talent zu einem zweiten Franjo oder Odi. Dazu immer das atemberaubende Bergpanorama in Sicht: vom Matterhorn bis zum Mont Blanc. Das herrliche Wetter hatte aber auch seinen Preis: Gegen Mittag gehörten die sulzigen Pisten zur klaren Mehrheit. Es wurde ein Platz für die Mittagsrast gesucht. Die Gruppe trennte sich: Die Fondue-Geniesser nahmen im ersten Stock Platz, die Pommes- und Pizza-Liebhaber und Liebhaberinnen machten es sich im Erdgeschoss gemütlich. Gegessen haben alle wunderbar, Wein und einen unvergesslichen Service gab es jedoch nur im 1. Stock.

Am Nachmittag war das Ziel nicht mehr die meisten Höhenmeter zurückzulegen, sondern möglichst schnell einen Ort fürs Après-Ski zu finden. Eine mutige Gruppe wagte sich vorher noch in den Snowpark um Knie und Rücken so richtig herauszufordern. Anschliessend nahmen alle Platz in der Schirmbar unterhalb des Cry d’Er, wo man herzlich vom Duo Schnauz & Schnauz bewirtet wurde. Das Bier war mittelmässig, die Shots dafür umso besser. Die beiden Barkeeper waren die grössten Fans von ihrem Getränkeangebot.

Nach der letzten Trinkrunde wurde es Zeit für die Talabfahrt. Langsam fuhr die Gruppe hinab ins Dorf. Immer lauter erklang die Musik vom Zerodix, der bekannten Après-Ski Bar von Crans-Montana. Den Besuch dort durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Während sich Banker oder Sohnemänner von Beruf mit Rosé oder Champagner vergnügten, blieben wir bei auserwähltem Hopfentee. Bei ausgelassener Stimmung wurde die eine oder andere neue Bekanntschaft geschlossen.

Zum Abendessen gab es leckere Pizza. Die einen hatten inzwischen geduscht, die anderen kamen direkt mit den Skischuhen ins Restaurant. Nach dem Essen wuschen sich auch noch die härtesten Partygänger und wir liessen den Skitag in unserer «Stammbar» ausklingen. Mit einem guten Getränk, lauter Musik und quasi reserviertem Platz.

Überraschenderweise trafen am nächsten Morgen 99% unserer Gruppe an der Haltestelle für den Skibus ein. Der Neuschnee sorgte wohl dafür, dass man trotz Müdigkeit den frühen Weg auf die Piste suchte. Es wurden noch einige Abfahrten gemacht, bevor es in die wohlverdiente lange Mittagspause ging. Einer Turnerin gefiel das Skifahren so gut, dass sie Privatunterricht bei einem britischen Hobby-Skilehrer nahm. Und das sogar kostenlos! Als die Gruppe wieder vereint war, sausten wir ins Tal herunter und genossen die Nachmittagssonne im Zerodix zu einem kühlen Getränk. Man liess das Wochenende Revue passieren und überlegte sich bereits, wo es im nächsten Jahr hingehen könnte.

Bevor die Müdigkeit einsetzte, machten wir uns auf den Rückweg. Die kurvige Strasse ins Rhonetal herunter, der Rhone entlang bis zum Genfersee und schliesslich der schöne Weg Richtung Heimat. Erschöpft, aber voller toller Erlebnisse und Erinnerungen, kamen wir in Utzenstorf an. Und so endete erneut ein schnee- und ereignisreiches Skiweekend.

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