Turnverein Utzenstorf

Bergturnfahrt Aktive 2025

Wieder lockten die Berge – die Turnerinnen und Turner des TVU machten sich auf den Weg in die Berge. Noch im Morgengrauen versammelten sich alle am Bahnhof Utzenstorf. Wohin die Reise führen würde, wusste niemand so genau. Nur eines lag in der Luft, ein Hauch von Geheimnis, der die Vorfreude noch größer machte…

Als die Abendteurer am frühen Morgen in den Zug stiegen, konnte noch niemand erahnen, welch aussergewöhnliches Wochenende sie erwartete. Der erste Halt führte nach Solothurn, wo tüchtig Proviant aufgestockt wurde. Eines war nun offiziell, eine lange Zugfahrt lag vor ihnen. Stück für Stück lichtete sich das Geheimnis, bis klar wurde, wohin die Reise gehen sollte. Der Weg führte in die Ostschweiz, genauer gesagt zur legendären Schwägalp Schwinget, eingebettet in die majestätische Kulisse des Appenzellerlands.

Leider waren wir einen Monat zu spät für die Schwinget und uns blieb «nur» die atemberaubende Kulisse, die von der Schwägalp aus zu sehen war. Kurze Zeit zuvor wurden wir bereits Zeugen eines Alpabzuges, dazu darf natürlich auch nie ein Glas vom besten weissen Gold der Schweiz fehlen – Wein. Auf diesen Genuss ging die Reise los, es wurde aber erneut nicht verraten, wohin und wie lange es dauern würde.

Nach rund einer Stunde Wanderung durch die malerische Landschaft der Schweizer Alpen wartete eine wohlverdiente Stärkung auf uns. Einige nutzten die Pause sogar, um ein Fondue zu rühren. Frisch gestärkt setzten wir unseren Weg in Richtung Osten fort, vorbei am mächtigen Säntis und den markanten Altenalptürmen. Natürlich durfte auch das traditionelle Baggerfahren unterwegs nicht fehlen.

Nach etwas mehr als vier Stunden und knapp tausend überwundenen Höhenmetern erreichten wir schliesslich unser Ziel, das Berggasthaus auf der Ebenalp. Oben angekommen, gönnten wir uns zuerst ein kühles Bier. Anschliessend wurden die Zimmer bezogen und erfrischend kalt geduscht.

Als alle bereit waren ging es zum Abendessen. Es konnte aus zwei verschiedenen Menüs gewählt werden dazu gab es entweder Suppe oder Salat und für die hungrigen noch ein Dessert nach Wahl. Nach diesem hervorragenden Essen waren wir gut genährt für den bevorstehenden Abend, denn erst jetzt stand das Highlight der Reise bevor.

Nebst unserem Verein waren auch einige weitere Vereine wie ein Turnverein, eine Altleutenfahrt sowie ein einheimischer Kirchenverein aus dem Appenzell in der Hütte untergebracht. In gemütlicher Runde innerhalb unserer Gruppe spielten wir verschiedene Spiele und genossen die gemeinsame Zeit. Im Laufe des Abends gesellten wir uns dann zum einheimischen Verein, der mit zwei Schweizerörgeli für richtig gute Stimmung sorgte.

Von der geplanten Nachtruhe um Mitternacht war keine Rede mehr, die Atmosphäre war besser als auf manch einem Konzert. Besonders gefeiert wurde ein Junge aus dem anderen Verein, der um Mitternacht seinen 16. Geburtstag feiert und grosszügig eine Runde Appenzeller für alle spendierte. Auch Goldfische waren spätabends nicht mehr sicher und wurden beinahe von unserem ältesten Mitglied auf der Reise vernascht.

Nach vielen Stunden voller Gesang, Tanz und ausgelassener Stimmung fanden schliesslich auch die Letzten gegen vier Uhr morgens den Weg ins Bett. Müde, aber glücklich nach einem unvergesslichen Abend auf der Ebenalp.

Am Sonntagmorgen begann der Tag gemütlich, das Frühstück wurde nicht allzu früh angesetzt. Das reichhaltige Buffet bot eine feine und ausgewogene Auswahl. Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zum berühmten Wildkirchli und dem Gasthaus Äscher, das nur rund 30 Gehminuten von der Ebenalp entfernt liegt.

Dort genoss jeder ein Getränk nach Wahl, ob Kaffee oder Bier. Anschliessend folgte ein kurzer Aufstieg zur Bergstation der Gondelbahn, mit der wir gemütlich ins Tal schwebten. Unten angekommen traten wir die Heimreise an und erreichten gegen vier Uhr nachmittags wieder unsere geliebte Heimat.

Erfüllt von schönen Erinnerungen an ein unvergessliches Wochenende in den Appenzeller Alpen geht ein grosses Dankeschön an Moritz und Simon, die diese Reise organisiert haben. Für das Jahr 2026 sind wir gespannt, ob ein solches Erlebnis überhaupt noch übertroffen werden kann.

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